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(3A - Académie Autonome d'Aikido, Esslingen/Deutschland beim KSV Esslingen e.V.) |
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AIKIDO beim KSV - Durch Harmonie zur Lebensenergie
Aikido hat seinen Ursprung in den traditionellen japanischen Kampfkünsten (Budo) und wurde in den zwanziger und dreißiger Jahren letzten Jahrhunderts durch Morihei Uyeshiba (1883-1969) gegründet. Dieser erlernte bereits in jungen Jahren die Kampfkünste mehrerer japanischer Schulen, und errang hohe Dan Grade. Der Name Aikido entstand erst 1942 und bedeutet einen Weg beziehungsweise eine Methode (Do) zur harmonischen (Ai) Entfaltung der Lebensenergie (Ki)
Völlig unerwartetes Im Aikido gibt es ähnliche Hebel- und Festhaltetechnik wie im Jiu-Jitsu oder JuJutsu. Insgesamt sind im Aikido runde, fließende und dabei aber sehr zielgerichtete und energiegeladene Bewegungen typisch. Der Angriff eines Gegners, beziehungsweise seine Bewegungsenergie, wird angenommen und ihm durch Wurf oder einer Hebeltechnik quasi wieder zurückgegeben. Das bedeutet, dass eine angreifende Kraft weder mit Gegenkraft und Schläge noch mit Gegenschlägen beantwortet werden.
Vielmehr geschieht dann, wenn der Angreifer sich bereits sicher fühlt, sein Ziel zu erreichen, etwas für ihn völlig Unerwartetes. Er bekommt den Körperteil, den er sich greifen Wollte, nicht dort zu fassen, wo er es beabsichtigte, oder der Schlag, der fast getroffen hätte, geht ins Leere. Der Angegriffene übernimmt durch eine eigene Aktion (zum Beispiel eine Bewegung, einen Schlag gegen eine empfindliche Körperstelle) die Initiative.
In Zugzwang Der Angreifer muss darauf reagieren und kommt dadurch aus dem Gleichgewicht oder in eine ungünstige Position. Der Angegriffene hat den Angreifer im Idealfall geistig und körperlich völlig unter Kontrolle, indem er ihn ständig beschäftigt und in Zugzwang hält. Dies geschieht mit einem Minimum an Körperkraft.
Aikido hat also mit passivem Geschehenlassen und ständigem Ausweichen nichts zu tun. Je nach Stärke der angreifenden Kraft ist manchmal ein kurzfristiger Rückzug angebracht. Darauf muss aber eine Aktion des Angegriffenen folgen, um den Angriff zu beenden.
Nachdem der Aikidobegründer Uyeshiba einen Herausforderer schwer verletzt hatte, untersagte er Wettkämpfe oder sonstige Leistungsvergleiche. Dies wird bis heute eingehalten. Schließlich geht es im Aikido nicht darum, anderen etwas zu beweisen, sondern an sich selbst zu arbeiten. Aikidoübungen bewirken das Erkennen von Verspannungen, inneren Blockaden oder auch Ängsten, die abzubauen sind. Nicht nur Körperbeherrschung, sondern auch die Kontrolle von Emotionen werden trainiert. Aggressionen, Ehrgeiz und Eitelkeit sollen überwunden werden. Der Weg (Do) richtet sich also sowohl nach innen (Auseinandersetzung mit sich selbst) wie auch nach außen (durch Kommunikation mit anderen).
Training
Prinzipiell trainieren Aikidoka jeden Alters und Ausbildungsstandes gemeinsam. Die Fortgeschrittenen helfen den Anfängern und lernen dabei gleichzeitig, Aikido zu vermitteln. Da es im Aikido nicht auf Kraft ankommt, kann es von Menschen jeden Alters ausgeübt werden. Mancherorts trainieren über 70-Jährige noch Aikido. Dem Erlernen gesundheitsschonender Falltechniken wird große Bedeutung beigemessen. Erst wenn die Hemmungen vor de Fallen überwunden werden und sich die Köperkoordination und –flexibilität im Laufe eines Trainings verbessert, können schwierigere und dynamischere Abläufe trainiert werden.
Im Aikido übt man in hohem maße Rücksicht aufeinander und Aufmerksamkeit für einander. Im partnerschaftlichen Miteinander fängt man mit dem Erlernen einfacher Formen an, schult Koordination und Intuition. Vom Bewältigen einer realistischen Selbstverteidigungssituation ist man zunächst noch weit entfernt.
Mit der Zeit nähert man sich allerdings der Realität und lernt nach vielem Üben, Situationen einzuschätzen und Ruhe zu bewahren. Man übt einen Angriff auf sich zukommen zu lassen, den richtigen Zeitpunkt zum Handeln abzuwarten und angemessen zu reagieren. Aikido ist keine schnell erlernbare Methode zur Selbstverteidigung, auch wenn viele Aikidotechniken bei konsequenter Ausführung äußerst wirksam sind. Es ist zwangsläufig unzureichend, Aikido mit Worten zu erklären. Wer sich dafür interessiert, sollte es sich selbst anschauen oder , besser noch, an einem Probetraining teilnehmen. Ein Anfängerkurs über mehrere Stunden kann einen Eindruck besser vermitteln als ein ganzes Buch.
Schnupperkurs am Samstag Am Samstag, den 22.11.2003 von 13.00 – 17.00 Uhr findet im bisherigen KSV-Dojo in Berkheim, Jakobstr. 29 ein Wochenend- Workshop statt. Hier bietet sich den Teilnehmern eine günstige Gelegenheit Ihre erste Erfahrungen im Aikido zu machen, und die Einflüsse auf den eigenen Körper zu spüren, im Miteinander mit Trainierenden, die ebenfalls zum ersten mal sich dieser Chance stellen.
Die Wochenend- Workshops, oder auch Schnupperkurse genannt, sind eine günstige Gelegenheit etwas für sich und seine Körper zu tun und gleichzeitig in etwas Neues hinein zu schnuppern.
Informationen und Anmeldung bei der Geschäftsstelle 0711 – 37 49 40 oder unter
www.KSV-Esslingen.de
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Autor: oldu
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Artikel
vom 15.11.2003, 16:21 Uhr
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